"Die Kraft, das Weh im Leib zu stillen, verlieh der Schöpfer den Kamillen. Sie blühn und warten unverzagt auf jemand, den das Bauchweh plagt. Der Mensch jedoch in seiner Pein glaubt nicht an das, was allgemein zu haben ist. Er schreit nach Pillen. Verschont mich, sagt er, mit Kamillen, um Gottes willen." Heinrich Waggerl

Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) 

​Pflanzen sind unsere Lebensgrundlage. Deshalb sind auch Heilpflanzen die Grundlage des Heilens. Nicht alle Krankheiten können zwar mit pflanzlichen Heilmitteln allein behandelt werden, als Basis oder Abrundung jedoch sind sie Teil jeder ganzheitlichen Therapie. Denn nur ein pflanzliches Heilmittel vermag den Menschen gleichzeitig auf den drei Ebenen von Körper, Regulation und Psyche zu erfassen. ​​Um eine Heilpflanze anzuwenden, wird sie in einer geeigneten Form wie Tee, Tinktur, Extrakte, ätherische Öle, spagyrische Essenzen, Urtinkturen, Gemmomazerate (Knospen) und homöopathische Dilutionen zubereitet. In keiner anderen Zubereitung kommt das Wesen der Heilpflanze so klar zum Ausdruck wie in einer Urtinktur. Voraussetzung ist aber die gute Qualität der Urtinktur. Das Heilpflanzenwesen kommt vor allem im Geruch und im Geschmack der Zubereitung zum Ausdruck. Das Wesen ist der verborgene Grund, der verborgene Sinn. Es ist die Kraft, die hinter der Erscheinung liegt.

Das Wesen ist für die äusserlichen Sinne nicht wahrnehmbar. Es ist das, wovon Antoine de Saint-Exupéry mit den bekannten Worten spricht: "Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."​ Das Herz ist ein inneres Sinnesorgan für den verborgenen Sinn hinter dem Äusseren. Es ist die Bestimmung, der verborgene Sinn einer Heilpflanze, einen Gegenpol zum kranken Menschen zu schaffen und damit wieder ein Gleichgewicht anzustreben. Die Pflanze sucht also die Krankheit und findet ihre höchste Bestimmung darin, wenn sie als Heilmittel Verwendung findet.

 "Wesen und Signatur der Heilpflanzen." Dr. Roger Kalbermatten​

​​​​​​ Anamneseblatt
Naturheilpraxis Ryan
gekodesign